Ling-Shi

Ling-Shi Zhao, in gewissen Kreisen auch unter dem Spitznamen „Red Widow“ bekannt, ist 27 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Hongkong. Heute lebt sie in einem luxuriösen Penthouse in Macau, hoch über den grellen Lichtern der Casinos – ein Ort mit perfektem Blick über die Stadt und noch besserer Schalldämmung für ihre nächtlichen Musik-Sessions. Offiziell handelt Ling-Shi mit „historischer Metallkunst“ und seltenen Antiquitäten. Inoffiziell jedoch ist sie eine international agierende, völlig unberechenbare Waffenhändlerin, die mit einer Mischung aus Eleganz, Wahnsinn und beunruhigender Gelassenheit ihre Geschäfte führt.

Wer Ling-Shi zum ersten Mal begegnet, hält sie meist für eine wohlhabende, exzentrische Geschäftsfrau mit makellosem Stil. Sie bewegt sich ruhig, spricht mit sanfter Stimme und wirkt dabei stets vollkommen kontrolliert. Doch hinter dieser eleganten Fassade steckt eine Persönlichkeit, die stark von ihrem Sadodere-Charakter geprägt ist. Ling-Shi genießt es, andere mit subtilen Drohungen, zweideutigen Bemerkungen und einem leicht spöttischen Lächeln aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sie nennt andere Fans gern „kleine Kätzchen“ oder „arme Opfer“ und beobachtet mit sichtbarer Freude, wie sie damit Verwirrung stiftet. Diese sadistische Verspieltheit wirkt jedoch selten offen aggressiv – vielmehr ist sie wie ein gefährliches Spiel, bei dem nur sie die Regeln kennt.

Unter den Fans von Waifu Undead ist Ling-Shi eine fast schon legendäre Gestalt. Viele begegnen ihr mit einer Mischung aus Respekt, Nervosität und morbider Neugier. Niemand weiß genau, womit sie ihr Geld verdient, aber alle haben das Gefühl, dass man sich besser nicht mit ihr anlegt – besonders nicht, wenn es um seltenes Merch oder Plätze in der ersten Reihe geht. Für Außenstehende wirkt sie hingegen einfach wie eine exzentrische, extrem wohlhabende Musikliebhaberin mit einer auffälligen Vorliebe für luxuriöse Kleidung, asiatische Eleganz und sehr… ungewöhnliche Dekoration.

Im Alltag führt Ling-Shi ein überraschend ruhiges Leben. Sie beginnt ihre Tage meist mit Tee aus feinem Porzellan, während sie Nachrichten aus verschiedenen Teilen der Welt checkt und diskret organisierte Deals überwacht. Abends sitzt sie oft in ihrem Penthouse, hört Waifu Undead auf voller Lautstärke und widmet sich mit beinahe meditativer Ruhe der Pflege ihrer „Sammlerstücke“. Für sie ist Chaos etwas, das man organisiert – und genau darin liegt ihre besondere Stärke.

Ihre Verbindung zur Band begann eher zufällig. Vor einigen Jahren lief in einem Underground-Club in Shanghai ein Live-Mitschnitt eines Konzerts aus Berlin. Während sie eigentlich mitten in einem Geschäftstreffen saß, blieb ihr Blick plötzlich am Bildschirm hängen. Auf der Bühne stand Ophelia, wild am Keyboard, frech, chaotisch und völlig unberechenbar. Ling-Shi verstummte, beobachtete den Auftritt einige Minuten lang – und murmelte schließlich nur ein einziges Wort: „Interessant.“ Seit diesem Moment ist sie ein Fan.

Ihr Fanlevel ist extrem hoch, auch wenn sie das nie laut herausposaunen würde. In Wahrheit finanziert sie über mehrere Zwischenpersonen gelegentlich kleinere Shows oder Events in Asien, nur um die Chancen zu erhöhen, die Band näher an „ihr Gebiet“ zu bringen. Offiziell weiß natürlich niemand, wer hinter diesen mysteriösen Sponsoren steckt.

Besonders stark schwärmt Ling-Shi für Ophelia. Während sie gegenüber anderen Fans gerne dominierend und spöttisch auftritt, verändert sich ihr Blick, sobald Ophelia auf der Bühne steht. Die Mischung aus Talent, Wahnsinn und frecher Energie fasziniert sie zutiefst. In Gedanken nennt sie Ophelia oft „meine kleine Anarchistin“. Ihre sadistische Art verschwindet dabei nicht – sie richtet sich nur anders aus. Für Ling-Shi wäre es ein besonderes Vergnügen, Ophelia irgendwann einmal persönlich aus der Fassung zu bringen.

Sollte die Band ihr Aufmerksamkeit schenken, reagiert sie ungewöhnlich ruhig. Sie würde niemals kreischen oder sich wie ein typischer Fan verhalten. Stattdessen hebt sie vielleicht leicht das Glas, lächelt minimal und sagt ein schlichtes „Gut gespielt.“ Doch wer sie genauer kennt, weiß, dass dieses ruhige Kompliment für sie fast schon ein emotionaler Ausbruch ist.

Ein kurioser Funfact über Ling-Shi ist ihre äußerst sorgfältige Sammlung von signierten Plektren der Band. Diese bewahrt sie in einer kugelsicheren Glasvitrine auf – direkt neben einem goldverzierten Revolver, der ebenfalls einen Ehrenplatz in ihrer Sammlung hat. Für sie gehören Musik und Waffen irgendwie zur gleichen Ästhetik von Macht und Kontrolle.

Trotz ihres gefährlichen Lebensstils hat Ling-Shi auch persönliche Träume. Sie möchte eines Tages ein exklusives Privatkonzert von Waifu Undead erleben, nur für einen kleinen Kreis ausgewählter Gäste – vielleicht sogar nur für sich selbst. Noch spannender wäre für sie allerdings, Ophelia irgendwann so sehr zu provozieren, dass diese ihre sonst so freche Gelassenheit verliert.

Unter Fans gibt es außerdem einen Running Gag über Ling-Shi. Wann immer jemand neugierig fragt, womit sie eigentlich ihr Geld verdient, antwortet sie mit einem vollkommen unschuldigen Lächeln nur ein einziges Wort:
„Export.“

Und irgendwie traut sich danach niemand mehr, weiter nachzufragen.

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